Wer regelmäßig in einer Fahrgemeinschaft unterwegs ist, teilt sich mehr als nur die Benzinkosten: Man teilt sich die Verantwortung. Wir verlassen uns darauf, dass das Fahrzeug technisch einwandfrei ist und der Fahrer die Lage im Griff hat.

Doch was, wenn es wirklich mal brenzlig wird? Ob durch einen technischen Defekt, Überhitzung oder unsachgemäße Ladung – ein Brand im oder am Fahrzeug ist ein Szenario, das niemand erleben möchte, auf das man aber vorbereitet sein kann.

Prävention: Der beste Brand ist der, der nicht entsteht

Die meisten Fahrzeugbrände kündigen sich an. Als Fahrer kannst du durch einfache Routinen das Risiko minimieren:

  • Wartung ist Pflicht: Marode Kabel, undichte Kraftstoffleitungen oder eine überalterte Elektronik sind die häufigsten Brandursachen. Ein regelmäßiger Check in der Werkstatt ist die beste Lebensversicherung.

  • Achtung bei Modifikationen: Selbst eingebaute Gadgets oder nachträglich installierte Soundanlagen sollten immer fachgerecht abgesichert sein. Ein Kabelbrand durch Überlastung ist tückisch.

  • Vorsicht beim Laden: Bei E-Autos und Plug-in-Hybriden gilt: Nur unbeschädigte Ladekabel nutzen und die Hardware regelmäßig auf Verschleiß prüfen.

Ladung: Was fährt da eigentlich mit?

In einer Mitfahrzentrale wissen wir oft nicht genau, was die Mitfahrer in ihren Koffern haben. Besonders bei Camping-Trips oder Umzügen ist Vorsicht geboten:

  • Gefahrstoffe kommunizieren: Gasflaschen für den Campingkocher oder Reservekanister mit Benzin sollten niemals ohne Absprache transportiert werden.

  • Sichere Lagerung: Solche Gegenstände müssen aufrecht, gesichert und fern von Hitzequellen gelagert werden. Ein kurzer Hinweis an die Mitfahrer („Hast du brennbare Flüssigkeiten dabei?“) schafft Klarheit.

Im Ernstfall: Ruhe bewahren und richtig handeln

Sollte es während der Fahrt zu Rauchentwicklung oder Brandgeruch kommen, zählt jede Sekunde.

  • Anhalten & Räumen: Sofort rechts ranfahren (idealerweise auf dem Standstreifen oder Parkplatz), Motor aus und alle Insassen zügig aus dem Auto bitten. Sicherheit der Personen geht immer vor Sachwerten!

  • Abstand halten: Alle Mitfahrer sollten sich in sicherem Abstand (hinter der Leitplanke) aufhalten.

  • Equipment kennen: Ein kleiner Autofeuerlöscher (meist 2kg Pulver) kann Entstehungsbrände löschen. Wichtig: Nur löschen, wenn man sich nicht selbst in Gefahr bringt. Wissen Fahrer und Mitfahrer, wo der Löscher und der Verbandskasten liegen, spart das im Ernstfall wertvolle Zeit.

Kommunikation als Sicherheitsfaktor

Eine kurze Einweisung vor der Abfahrt dauert keine 30 Sekunden, erhöht aber das Sicherheitsgefühl massiv: „Moin, kurz zur Info: Warnwesten sind in der Seitentasche, der Verbandskasten unter dem Beifahrersitz.“ Das wirkt professionell und gibt deinen Mitfahrern das Gefühl, in guten Händen zu sein.

Vorbereitet sein, entspannt ankommen

Statistisch gesehen ist das Auto eines der sichersten Verkehrsmittel. Durch ein wenig Aufmerksamkeit und die richtige Vorbereitung können wir dafür sorgen, dass das auch so bleibt. Eine Fahrgemeinschaft basiert auf Vertrauen – und dieses Vertrauen wächst, wenn man weiß, dass Sicherheit an erster Stelle steht.