Elektromobilität im Alltag

Europäische Länder und Städte auf dem Weg zur Elektromobilität

Viele Autofahrer denken über die Abschaffung ihre Gebrauchtwagens zugunsten eines Elektroautos nach und fragen sich in diesem Zusammenhang: Wo kann ich mein Auto verkaufen? Steuererleichterungen und andere Anreize haben in den letzten Jahren zu einem Anstieg der in der Bundesrepublik verkauften Elektroautos geführt. Doch im europäischen Vergleich hinkt Deutschland noch hinterher: Während sich die Anzahl der Neuzulassungen in Europa (185.000) im Jahr 2015 gegenüber dem Vorjahr verdoppelte, stieg sie in Deutschland lediglich um 79 Prozent (23.500).

Meistverkaufte Elektroautos in Europa

Die meistverkauften Elektroautos in Europa waren im ersten Quartal 2016 der Renault ZOE (Anteil: 12,6 Prozent), der Nissan Leaf (10,8 Prozent) und der Volkswagen e-Golf (6,3 Prozent), der Teslas Limousine Model S auf den vierten Platz verdrängte (5,0 Prozent).

Welches Land bietet die größten Steuervorteile für Elektroautos?

In 21 europäischen Ländern gibt es zahlreiche Steuervorteile und Förderungen. Aktuell ist die Anschaffung in Frankreich (bis zu 6.300 Euro Förderung plus Steuerbefreiung) besonders lohnenswert. In Schweden gibt es bis zu 4.300 Euro vom Staat und Steuererleichterungen für Firmen und Privatpersonen und in Großbritannien sind Elektroautos von der KFZ-Steuer befreit. In Deutschland gibt es beim Neuerwerb eine Prämie von bis zu 4.000 Euro.

Aufladestationen

Aufgrund der noch relativ begrenzten Reichweite von Elektroautos spielt die Verfügbarkeit von Aufladestationen eine große Rolle. Aktuell gibt es in Europa rund 30.000 Ladestationen, knapp 5.000 davon in Deutschland.

So bereitet sich Deutschland auf die Elektromobilität vor

Die deutsche Bundesregierung will bis zum Jahr 2020 eine Million Elektroautos auf deutsche Straßen bringen. Um dieses ambitionierte Ziel umzusetzen, wurde die „Nationale Plattform Elektromobilität“ (NPE) gegründet, die Deutschland als internationalen Leitanbieter und Leitmarkt etablieren möchte.

Sie wollen künftig auch elektrisch fahren? So gelingt der Umstieg

Um auf ein Elektroauto umzusteigen, sollten Sie über einen eigenen Stellplatz verfügen, an dem das Auto über Nacht aufgeladen werden kann. Viele Besitzer von Elektroautos leben in oder im Umkreis einer Großstadt. Dort ist die Dichte der Aufladestationen in der Regel am größten.

10 Tipps für einen umweltverträglichen Urlaub

Auch Natur- und Umweltschützer wollen auf ihren Urlaub nicht verzichten. Erholung wird benötigt, um von der Arbeit und dem Alltag abzuschalten. Aber gleichwohl sind Reisen häufig eine große Belastung für die Umwelt. Dieser Konflikt kann mit den nachfolgenden Tipps bestmöglich gelöst werden.

Allerdings sind nicht nur die Natur und Umwelt zu bedenken. Von der Vorbereitung, über das Packen, bis hin zu wichtigen Dokumenten ist an allerhand zu Denken. Die wichtigsten Dinge werden auf www.urlaub-checkliste.org aufgeführt.

Top Ten Tipps für den Urlaub mit Blick auf den Umweltschutz

Im Urlaub etwas Besonderes erleben und gleichzeitig die Umwelt schonen ist möglich. Auf folgendes sollte jedoch geachtet werden:

  1. Unökologische Urlaubsziele meiden: Wird vor Ort in alle Himmelsrichtungen gebaut? Ist der Strand mehr Schwarz als Weiß? Kurz gesagt, wird auf den Naturschutz gepfiffen, ist es kein lohnendes Reiseziel.
  2. Entfernung verringern: Eine große Umweltbelastung entsteht beim Reisen durch die Entfernung. Denn je weiter ein Ziel weg liegt, desto größer der CO2-Ausstoss um dahin zu gelangen. Auch Deutschland oder unsere Nachbarländer stellen interessante Reiseziele dar.
  3. Ökologische Unternehmen bevorzugen: Diverse Reiseunternehmen beschäftigen sich mit der Umwelt ihrer Reiseziele. Wird in den Ausschreibungen auf diesen Aspekt eingegangen, ist dies ein gutes Zeichen.
  4. Umweltfreundliche Verkehrsmittel: Der Zug oder Bus ist dem Auto oder Flugzeug vorzuziehen. Wer jedoch nicht auf den PKW oder die Flugreise verzichten kann, sollte sich bemühen seine CO2-Bilanz anderweitig auszugleichen.
  5. Ernährung anpassen: Bereits in Deutschland sollte sich vorwiegen regional ernährt werden, um die Umwelt zu schonen. Auch auf Reisen ist dieser Logik zu folgen. So können zudem oftmals exotische Speisen gekostet werden. Frische und regionale Speisen sind Abpackware vorzuziehen.
  6. Landesstandards buchen: Wer sich bei seiner Reise in einer Wohnung oder einem Hotel einmietet, welches den landestypischen Standards entspricht, der fördert den Tourismus und die Leute vor Ort. Oftmals ist das Erlebnis des Urlaubs in diesem Fall auch intensiver.
  7. Nicht exotisch essen: Auch wenn die Neugier groß ist, müssen Haie, Wale oder Schlangen wirklich verzehrt werden? Zumindest ist es wichtig keine gefährdeten Arten zu essen. Hierüber sollte sich vorab informiert werden.
  8. Handtücher häufiger nutzen: Muss ein Hotel-Handtuch nach einmaligem Gebrauch gewaschen werden? So schmutzig wird man im Urlaub doch nicht, oder?
  9. Keine lebendigen Souvenirs: Sowohl Tiere, als auch Pflanzen bleiben am besten in ihrer Heimat. Dort gedeihen sie am besten und fühlen sich wohl.
  10. Ungewöhnliche Reisen: Was spricht dagegen im Urlaub einfach zu Fuß aus der Haustür loszugehen. Das Fahrrad ist eine Alternative. Wer sich daheim eine Route anfertigt, lernt mehr von seinem eigenen Land und den Landsleuten kennen.

Mit diesen Tipps und Tricks bleibt das gute Gewissen beim Urlaub bestmöglich erhalten und Entspannung wird dennoch geboten.

Bahn: Autonomes Fahren und ferngesteuerte Loks

Rüdiger Grube hat in seiner Funktion als Bahn-Chef Einblicke in die Zukunft des Transportunternehmens gewährt. In diesem Sinne sprach er gegenüber der Wirtschaftswoche von autonom fahrenden Autos und ferngesteuerten Zügen.

Die Bahn löst sich damit in Zukunft ein Stück weit von ihren Gleisen. Gleichwohl verschwindet das Berufsbild des Lokführers.

Bahn plant mit Flotte autonom fahrender Autos

Autonomes Fahren wurde unlängst als Zukunftstrend ausgemacht. Warum aber möchte die Bahn in diese Branche investieren? Immerhin fahren die Züge auf Gleisen. Allerdings versteht sich die Bahn als Transportunternehmer in einer gesonderten Rolle. Schon beim Fahren mit dem Zug wird die Reise als Qualitätszeit angepriesen.

Qualitätszeit, was soll das heißen? Dies bedeutet, dass während der Fahrt andere Tätigkeiten ausgeführt werden können. Die Arbeit am Laptop, das Lesen eines Buches oder sogar das Schlafen sind möglich. Die Verbindung zum autonomen Fahren ist tatsächlich frappierend. Denn diese Beschäftigungen können auch in einem alleine fahrenden Auto ausgeführt werden.

Projekte zum autonomen Fahren sind bereits angelaufen. Grube spricht davon, dass „mit Sicherheit in Zukunft Flotten mit fahrerlosen Autos“ betrieben werden sollen. Ein weiterer Deal wurde kürzlich abgeschlossen. Bereits seit März übernimmt die Bahn in Zusammenarbeit mit GLS den Transport von nationalen Paketen. Diese werden unter dem Namen DB Schenker ausgebracht.

Wird es zukünftig keine Lokführer mehr geben?

Die Bahn wird immer mehr digitalisiert. Grube führt aus, dass „die Aufgaben des Lokführers und des Fahrdienstleiters in Zukunft immer mehr verschmelzen werden“. Den Planungen zufolge werden die Züge bereits in zehn bis 20 Jahren von der Betriebszentrale aus geführt. Damit steht der Job des Lokführers, zumindest als Ausbildungsberuf, vor dem Aus.

Autonomes Fahren wird somit nicht nur für den Straßenverkehr angestrebt, sondern auch für den klassischen Transport auf den Gleisen. Ebenfalls auf der Agenda steht ein Deutschlandticket, welches für sämtliche Verkehrsmittel in der Bundesrepublik gültig sein soll.

5 Tipps zur verbesserten Haltbarkeit von E-Auto Akkus

Ab Juni werden von Seiten der Bundesregierung 4.000 Euro Kaufprämie für ein E-Auto beigesteuert. Hybrid-Modelle sollen immerhin noch eine Förderung von 3.000 Euro erhalten. Die Hauptproblematik mit den Anschaffungskosten und der Reichweite wird jedoch auch mit der Prämie nicht behoben.

Die Prämie ist zudem maximal bis ins Jahr 2019 gewährleistet. Alternativ wird die Kaufprämie eingestellt, wenn die eingeplanten 1,2 Milliarden Euro ausgegeben wurden. Für richtig lange Fahrten ist ein E-Auto derzeit kaum geeignet. Wer sich dennoch einen „Flüsterwagen“ kaufen möchte, der sollte sorgsam mit dem Akku umgehen.

So wird die Haltbarkeit des Akkus im E-Auto verbessert

Die Hochvolt-Batterien von Elektroautos sollten nicht beliebig geladen werden. Zahlreiche Tipps sind zu beachten, um das optimale Ergebnis zu erzielen. Denn der E-Auto-Akku kostet gerne mal mehrere tausend Euro.

  1. Ladungen nicht vollständig verfahren: Bestanfalls würde sich der Akku-Stand immer im mittleren Bereich aufhalten. Dies ist beim Autofahren natürlich nicht denkbar. Aber tiefer als 20 Prozent sollte die Ladung, im Sinne des Akkus, nicht verbraucht werden.
  2. Auf Schnellladungen verzichten: An einer Elektrotankstelle ist auch dieses Vorgehen nicht opportun. Dennoch ist langsames Aufladen schonender als die Schnellladungen. Der Akku altert hierbei vor seiner Zeit. Gelegentlich kann dieses Prinzip aber ohne Qualitätsverlust in Anspruch genommen werden.
  3. Nicht ausgekühlt laden: Im kalten Winter sollte der Akku nach der Heimkehr geladen werden. Denn dann ist das Auto noch warm und lädt schonender.
  4. Auto kühl parken: Im Sommer darf der Akku keiner zu großen Hitze ausgesetzt werden. Wer im Schatten parkt oder den PKW auf einer kühlenden Unterfläche abstellt, macht alles richtig.
  5. Vollständige Aufladungen vermeiden: Eingangs wurde schon auf eine Restreserve hingewiesen. Aber auch Vollladungen sind, im Sinne der Haltbarkeit, zu vermeiden. Wenn dennoch vollständig geladen werden soll, so sind die letzten 20 Prozent erst kurz vor der Abfahrt aufzubringen.

Werden die E-Autos mit einer Prämie gefördert?

Ein oftmals vernachlässigtes Ziel der Bundesregierung rückt derzeit wieder mehr in den Fokus der Betrachtung. Bis ins Jahr 2020 sollen eine Million Elektroautos auf deutschen Straßen unterwegs sein. Nach derzeitigem Stand ist das Ziel in akuter Gefahr verfehlt zu werden.

Die Bundesregierung diskutiert aktuell Möglichkeiten, wie an dieser Front noch ein Erfolg verbucht werden kann. Neben einer Prämie für Käufer, die nur vorrübergehend gewährt würde, sollen auch die Autohersteller in die Pflicht genommen werden.

Regierung: Wie sehen die Pläne bezüglich E-Autos aus?

Bundeskanzlerin Angela Merkel möchte noch im April eine Entscheidung bezüglich der E-Autos verkünden. Eine staatliche Förderung steht zur Debatte. Diesbezüglich wird ein Treffen mit den Verantwortlichen der Autoindustrie angesetzt.

Unumstritten entstehen bei der Einführung einer Prämie für Käufer zusätzliche Kosten. Hier muss geklärt werden, wie die Autohersteller und die Regierung diese Last aufteilen. Barbara Hendricks hat sich in ihrer Rolle als Umweltministerin des Bundes auf Seiten der SPD bereits für einen finanziellen Anreiz ausgesprochen. Sie stellt jedoch klar, dass dieser nur befristet gewährt werden soll. Rabatte müssen ihrer Meinung nach aber auch von der Autoindustrie gewährt werden, damit der Absatz ins Rollen kommt. Sigmar Gabriel hat eine Prämie von 5.000 Euro beim Kauf vorgeschlagen.

Aber wie ist eigentlich der aktuelle Stand? Nach einer Statistik aus 2015 waren 25.500 Elektroautos unterwegs. Es können noch 130.000 Hybrid-PKWs hinzugerechnet werden. Hier sind jedoch Batterie und Verbrennungsmotor verbaut. Das Ziel von einer Millionen E-Autos bis 2020 ist weit entfernt.

Hemmnisse: Entwicklung und Ladestationen

Seehofer sprach die „Knackpunkte“ der Planung an. Die Autohersteller müssen die Entwicklung der Batterietechnologie vorantreiben, so seine Forderung. Weiterhin sind Investitionen nötig, um die Ladestationen zu erweitern.

Hennig Kagermann stellte, als Leiter der Nationalen Plattform Elektromobilität, klar, dass das Ziel verfehlt werden wird, wenn keine direkte Förderung der E-Mobilität in Aussicht gestellt wird.

Im eigenen Haushalt die Umwelt aktiv entlasten!

Eine Entlastung für den Planeten Erde ist nicht nur über die Politik und über Änderungen bei den Unternehmen zu erreichen. Das persönliche Verhalten jedes Einzelnen im Haushalt, hat in der Menge große Auswirkungen auf den „Blauen Planeten“. Die Aspekte Wasser, Energie, Lebensmittel und Konsum stehen hierbei im Fokus.

Sechs Tipps für eine umweltfreundliche Haushaltsführung

Nachfolgend werden einige Tipps aus den genannten Bereichen aufgeführt.

Wasser:

  1. Spartasten integrieren: Der Wasserverbrauch kann mit einer Spartaste bei der Toilettenspülung verringert werden. Die Ersparnis pro Spüldurchgang ist nicht allzu groß. Wer sich aber vor Augen führt, wie häufig das WC im Haushalt täglich, wöchentlich oder monatlich genutzt wird, der erkennt das Einsparpotential.
  2. Sparprogramme nutzen: Geräte, die mit einer Mengenautomatik und Sparprogrammen ausgestattet sind, erfüllen ihren Zweck. Waschmittel in Pulverform sind zumeist umweltverträglicher als Flüssigprodukte. Weiterhin ist die Dosierung nach dem Grad der Verschmutzung auszuwählen.

Energie:

  1. Energiesparende Elektronik: Beim Kauf neuer Geräte ist auf Produkte der Energiesparklasse A oder besser zu achten. So können beim Herd, dem Kühlschrank, dem Fernseher und weiteren Geräten signifikante Einsparungen bei den fortlaufenden Kosten erzielt werden. Durch die Umstellung auf Energiesparlampen lassen sich ca. 80 Prozent bei den Beleuchtungskosten sparen.
  2. Wärmedämmung: Der Haushalt wird beheizt. Wer herausfindet, wohin die Wärme verschwindet, der kann dagegen vorgehen. Zudem sollte die Temperatur je Wohnraum überdacht werden. Schon ein Grad weniger bringt eine effektive Entlastung. Zumal der geringe Wärmeverlust mit einer Decke oder einem Pullover kompensiert werden kann.

Lebensmittel:

  1. Bewusst einkaufen: Die Umweltorganisation WWF hat ermittelt, dass 18 Millionen Lebensmittel jährlich verschwendet werden – unnötig! Es darf nur gekauft werden, was auch verzehrt wird. Die Produkte im Kühlschrank sollten regelmäßig auf ihr Verfallsdatum überprüft werden. Zudem handelt es sich meist um ein Mindest

Konsum:

  1. Regionale Produkte: Wer nachhaltig einkauft, der erwirbt Nahrung welche aktuell in der eigenen Region verfügbar ist. Lange Transportwege werden hierbei vermieden. Auch die Art der Verpackung ist zu hinterfragen.

Diese Aufführung ist bei weitem nicht abschließend. Weitere Vorschläge in den Kommentaren sind willkommen.

Carsharing in Deutschland: Wo gibt es die meisten Autos?

Carsharing ist in Mode. Das „Autoteilen“ ist insbesondere in Großstädten sehr erfolgreich. Aber wo gibt es die meisten geteilten Autos? Derzeit ist Karlsruhe die Stadt in der Bundesrepublik, wo es die meisten PKWs je 1.000 Einwohner in Bezug auf Carsharing gibt. Bereits der Zweitplatzierte Stuttgart folgt mit großem Abstand.

Die andere Seite der Statistik findet sich in Mönchengladbach. Dort gibt es die wenigsten Carsharing-Autos pro 1.000 Einwohner. Bei nur 0,004 PKWs muss eine Weile nach einem passenden Auto gesucht werden.

Top-Großstädte: Wo ist Carsharing angesagt?

Aus der Quelle des Bundesverbandes CarSharing e.V. hat Statista ein Diagramm erstellt, welches die Großstädte mit den meisten Carsharing-PKWs pro 1.000 Einwohner auflistet. Nachfolgend werden die Top 10 vorgestellt.

  • Karlsruhe: 2,15
  • Stuttgart: 1,44
  • Frankfurt: 1,21
  • Köln: 1,15
  • Freiburg: 1,11
  • Tübingen: 1,02
  • München: 0,98
  • Heidelberg: 0,96
  • Düsseldorf: 0,96
  • Göttingen: 0,88

Bereits in diesen zehn Städten ist ein gewaltiges Gefälle zu erkennen. Schon der sechste Platz bringt es nicht auf die Hälfte des ersten Platzes. In der Statistik waren nur Städte inbegriffen die 50.000 Einwohner oder mehr vorweisen konnten.

Ein Vergleich: Carsharing vs. Selbstfahrende Autos

Ursprünglich wurde angenommen, dass die Autohersteller mit sinkenden Umsätzen rechnen müssen, wenn Carsharing großflächig umgesetzt wird. Inzwischen scheint sich jedoch abzuzeichnen, dass das „Autoteilen“ die Branche weniger stark beeinflussen wird als zunächst angenommen.

Die Beratungsfirma Boston Consulting hat ermittelt, dass der Verkauf von PKWs bis ins Jahr 2021 um 550.000 Autos, allein durch Carsharing, zurückgehen könnte. Es würde sich ein Umsatzrückgang von ca. 8 Milliarden US-Dollar abzeichnen.

Experten gehen dennoch davon aus, dass selbstfahrende Autos die größere Veränderung bringen. Ins Detail kann hier freilich noch niemand gehen. Erst zum Jahr 2027 wird hier mit einem größeren Umschwung gerechnet.

Die Autobranche braucht zunächst nicht viel zu befürchten. Aktuell würden nur 1,3 Prozent der Privatkunden auf den Kauf zugunsten von Carsharing verzichten. Zudem werden in den kommenden Jahren bestehende Flotten aufgestockt und neue Carsharing-Modelle aufgebaut. Dadurch wird der zurückgehende Absatz abgefedert.

Pollenalarm: Darauf müssen Allergiker im Frühjahr achten

Der Frühling wird von vielen nach einem kalten Winter herbeigesehnt. Allergiker haben zumeist einen anderen Blick auf diese Dinge. Die Augen jucken, die Nase kommt aus dem Niesen nicht mehr heraus und häufig bekommen Betroffene Personen schlechter Luft.

In der eigenen Wohnung kann, beispielsweise über spezielle Bettwäsche, für etwas Schutz und Erholung gesorgt werden. Aber wie steht es beim Autofahren? Schließlich ist der Weg zur Arbeit und zurück, sowie zum Einkaufen wöchentlich eine Konstante.

Warum Allergiker Niesanfälle im Auto vermeiden müssen

Der ADAC hat ermittelt, dass ein Auto mit Tempo 50, welches von einem Allergiker gesteuert wird, bei einem Nieser 14 Meter die Sekunde praktisch blind gesteuert wird. Bei höherer Geschwindigkeit erhöht sich die Strecke.

Durch die fehlende Durchsicht wird nicht nur der Fahrer gefährdet. Beifahrer und Passagiere, andere Verkehrsteilnehmer, vielleicht Kinder, können betroffen sein. Gleich vorweg ein Tipp zur Einnahme von Medikamenten:

Diese sind zumeist nur vor dem Schlafengehen einzunehmen. Vor dem Autofahren ist eine Einnahme nicht ratsam. Viele Medikamente haben Müdigkeit als Nebenwirkung vorzuweisen. Dadurch verringert sich die Konzentration am Lenkrad.

Vier Tipps für autofahrende Allergiker im Frühjahr

Die neueren Autos sind standardmäßig mit einem Pollenfilter ausgestattet und bieten daher einen entsprechenden Schutz. Dennoch gibt es einige Hinweise, die zu beachten sind.

  1. Kein Cabrio: Der beste Pollenfilter ist nutzlos, sollte das Verdeck geöffnet sein. Fenster und Türen sind natürlich ebenfalls geschlossen zu halten.
  2. Spezieller Filter: Tatsächlich gibt es für Allergiker spezielle Filter, welche die Pollen noch wirkungsvoller draußen halten. Diese müssen fachmännisch eingebaut werden. Von Produkten, die zugeschnitten werden müssen, wird von Experten abgeraten. Filter sind zudem jährlich auszutauschen.
  3. Innenraumreinigung: Die Polster im Innenraum können als Sammelstätte der Pollen dienen. Eine regelmäßige Säuberung schafft Abhilfe.
  4. Öffentlicher Nahverkehr: Haben die Hinweise nicht geholfen und ist das Führen eines PKWs eine Gefahr für Leib und Leben bleibt nur noch auf öffentliche Verkehrsmittel zurückzugreifen. Dies verringert die Symptome nicht, erhöht aber die Sicherheit.

Carsharing-Boom: Versechsfacht sich das Volumen bis 2021?

Seit vielen Jahren hat sich das Carsharing nun auf dem Markt etabliert. Die Grenzen wurden immer mehr erweitert. Die Boston Consulting Group hat in einer aktuellen Studie festgehalten, dass es sich um mehr als einen kurzzeitigen Trend handelt. Der Carsharing-Boom wird weiter fortgesetzt. Bis ins Jahr 2021 ist von einer sechsfach größeren Kundschaft die Rede.

Zahlen zum positiven Carsharing-Trend

Weltweit wird davon ausgegangen, dass sich die Anzahl der Carsharing-Nutzer um das Sechsfache erhöht. Im Jahr 2021 sollen 35 Millionen Menschen an diesem Konzept teilhaben. Gleichwohl wird mit Umsätzen in einer Höhe von 4,7 Milliarden Euro pro Jahr gerechnet. Auf Deutschland entfallen laut der Studie zu diesem Zeitpunkt zwei Millionen Kunden.

Ein Blick in die Gegenwart offenbart, dass 2015 auf der ganzen Welt 86.000 Carsharing-PKWs im Einsatz waren. Diese wurden von 5,8 Millionen Kunden genutzt. Der Umsatz belief sich hierbei auf 650 Millionen Euro. Deutschland gilt als Vorreiter in Europa. Denn 50 Prozent der Carsharing-Autos fahren in der Bundesrepublik. Derzeit sind es ca. eine Millionen Nutzer.

Wann lohnt sich Carsharing in Europa?

Laut der Boston Consulting Group lohnt sich Carsharing für Stadtbewohner bereits dann, wenn 7.500 Kilometer oder weniger gefahren werden. Bei Kompaktwagen liegt die Schmerzgrenze bei 12.500 Kilometern. In der Mittelklasse sind es 16.000 Kilometer. Die Angaben beziehen sich auf eine Jahresleistung. Allerdings muss für eine andauernde Nutzung die Erreichbarkeit gegeben sein.

Der Absatzmarkt für Neuwagen ist hingegen nicht bedroht. Es wird davon ausgegangen, dass europaweit 278.000 Menschen auf den Kauf eines Neuwagens verzichten werden. Hierbei handelt es sich lediglich um 1,3 Prozent des Marktes. Dieses Minus fangen diverse Anbieter auf, indem sie selber Carsharing anbieten.

Europa gilt auch 2021 als größter Absatzmarkt für das Autoteilen. Asien und die Pazifik-Region folgen. Erst anschließend reiht sich Nordamerika in die Liste ein. Anbieter verdienen am meisten an Kunden, die den PKW nur sporadisch nutzen.

Bahn kombiniert Fahrkarten mit E-Autos

In Berlin wird die Deutsche Bahn ein Pilotprojekt starten. Gleichzeitig handelt es sich um eine Herausforderung an alle Mietwagenunternehmen. Grundsätzlich muss sich die Bahn einer erhöhten Konkurrenzsituation stellen. Carsharing und Fernbusse haben eine wachsende Nutzerzahl. Die Bahn muss die eigenen Kunden erhalten und Neukunden gewinnen.

Jetzt soll der Umstieg vom Zug in das Auto in der Hand der Deutschen Bahn bleiben. Die Süddeutsche berichtete kürzlich von einem Testmodell in Berlin, wo beim Ticketkauf eine Kombination aus Bahnfahrt und E-Auto geboten wird.

Wie funktioniert das Pilotprojekt der Bahn in Berlin?

Ab dem 18. Februar können Bahnkunden die Zugfahrt im Elektroauto fortsetzen. Ziel ist eine gewährleistete Mobilität am Bestimmungsort. Auf die Flinkster-Flotte bekommt jedoch nur Zugriff, wer mit dem Fernzug in der Hauptstadt anreist. Die E-Autos sind in diesem Fall nicht umsonst. Kunden können einen elektronisch betriebenen PKW jedoch für 29 Euro je Tag nutzen.

Die Nutzung des Fahrzeugs ist auf maximal eine Woche beschränkt. Der Verbrauch und die Anmeldung müssen hierbei nicht gesondert abgerechnet werden. Eine Übernahme der Autos ist direkt am Bahnhof möglich. Bei der Erstnutzung des Angebots muss jedoch der Führerschein an der Information geprüft werden.

Das Projekt wird aktuell als „Flinkster Connect“ bekannt. Ist das Modell in Berlin erfolgreich, steht eine Ausweitung auf andere Städte bevor. Aktuell gehören mehr als 700 Elektrofahrzeuge (teilweise Hybrid-Antrieb) zur Flinkster-Flotte.

Bleiben die Kunden der Bahn erhalten?

Diese Frage wird sich das Transportunternehmen ebenfalls stellen. Die Alternativen sind vielfältig und oftmals günstiger. Daher werkelt auch die Bahn an Alternativen Beförderungskonzepten. Das „individuelle Reisebedürfnis“ steht laut Bahn-Vorstand Huber im Blickpunkt.

Experten forcieren schon seit Jahren eine bessere Verzahnung der Verkehrssysteme innerhalb der Bundesrepublik. Dadurch könnte der Verkehr auf den Straßen verringert werden. Auch die Parkplatzsituation, insbesondere in den Innenstädten, würde sich etwas auflockern. In den vergangenen Jahren ist die Menge an Fahrzeugen auf deutschen Straßen weiter angestiegen.