Die Urlaubszeit beginnt, die Koffer sind gepackt und viele Menschen machen sich mit dem Auto auf den Weg. Doch kurz vor der nächsten Raststätte leuchtet die Tankanzeige auf – also schnell rechts raus und tanken? Genau hier kann es teuer werden.
Eine aktuelle Auswertung des ADAC zeigt: Wer direkt an der Autobahn tankt, zahlt im Durchschnitt rund 33 Cent mehr pro Liter als an Tankstellen abseits der Autobahn. Bei einer Tankfüllung von 50 Litern summiert sich das auf einen Aufpreis von rund 16,50 Euro.
Gerade für Pendler, Vielfahrer und Fahrgemeinschaften lohnt sich deshalb ein kurzer Umweg.
Ein kleiner Umweg spart bares Geld
Viele Autofahrer scheuen die zusätzliche Ausfahrt, weil sie Zeit kostet. Tatsächlich liegt die nächste Tankstelle häufig nur wenige Minuten von der Autobahn entfernt. Diese wenigen Minuten können sich jedoch deutlich auszahlen.
Wer regelmäßig längere Strecken fährt oder Fahrgemeinschaften organisiert, weiß: Nicht nur die Spritpreise selbst, sondern auch kleine Einsparungen summieren sich über das Jahr zu einem beachtlichen Betrag.
Bei einer vierköpfigen Fahrgemeinschaft kommen gleich mehrere Vorteile zusammen:
- geringere Kraftstoffkosten,
- niedrigere Kosten pro Mitfahrer,
- entspannteres Reisen durch geteilte Fahrten,
- und weniger Fahrzeuge auf den Straßen.
Gerade in der Ferienzeit oder auf längeren Pendelstrecken macht sich das schnell bemerkbar.
Warum Autobahntankstellen so teuer sind
Autobahntankstellen bieten einen hohen Komfort. Sie liegen direkt an der Strecke, sind rund um die Uhr erreichbar und ermöglichen eine schnelle Weiterfahrt.
Genau dieser Komfort hat jedoch seinen Preis.
Nach der aktuellen ADAC-Auswertung lagen die Durchschnittspreise an Autobahntankstellen im Erhebungszeitraum bei etwa 2,43 Euro für Super E10, während Tankstellen außerhalb der Autobahn im Durchschnitt 2,10 Euro verlangten. Auch Diesel war an Autobahnen im Mittel rund 33 Cent pro Liter teurer.
Mit guter Planung noch mehr sparen
Wer seine Route im Voraus plant, kann unnötig hohe Tankkosten vermeiden.
Hilfreich ist es,
- möglichst bereits vor der Autobahn oder kurz nach der Ausfahrt zu tanken,
- Tank-Apps oder Preisvergleichsportale zu nutzen,
- längere Fahrten mit einem möglichst gut gefüllten Tank zu beginnen,
- und die günstigeren Tageszeiten zum Tanken zu nutzen.
Seit April 2026 dürfen Tankstellen ihre Preise nur noch einmal täglich erhöhen. Der ADAC empfiehlt deshalb, möglichst vor der täglichen Preiserhöhung oder zu den günstigeren Tageszeiten zu tanken.
Fahrgemeinschaften helfen doppelt sparen
Wer die Spritkosten ohnehin mit mehreren Personen teilt, profitiert besonders von günstigen Tankstopps.
Eine Fahrgemeinschaft spart nicht nur Kraftstoffkosten pro Person. Sie reduziert außerdem:
- den Verkehr auf den Straßen,
- den Parkplatzbedarf am Ziel,
- den CO₂-Ausstoß,
- und häufig auch den Stress auf längeren Fahrten.
Gerade bei Urlaubsreisen oder regelmäßigen Pendelstrecken lohnt es sich deshalb, die Fahrt gemeinsam zu planen – inklusive eines günstigen Tankstopps abseits der Autobahn.
Unser Tipp
Wenn die Tankanzeige langsam Richtung Reserve geht, fahren viele aus Bequemlichkeit an die nächste Raststätte. Ein kurzer Blick auf das Navi oder eine Tank-App zeigt jedoch oft, dass sich wenige Kilometer weiter eine deutlich günstigere Tankstelle befindet.
Die eingesparten Euro lassen sich am Urlaubsort oder im Alltag meist sinnvoller nutzen als an der Zapfsäule.
Fazit
Die aktuelle ADAC-Auswertung bestätigt einmal mehr: Tanken an der Autobahn ist bequem, aber selten günstig. Ein kurzer Umweg kann je nach Tankfüllung mehr als 15 Euro sparen.
Wer zusätzlich auf Fahrgemeinschaften setzt, senkt seine Mobilitätskosten noch weiter und leistet gleichzeitig einen Beitrag zu weniger Verkehr und mehr Nachhaltigkeit.
Manchmal liegt die günstigste Entscheidung eben nur eine Ausfahrt entfernt.
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