{"id":1366,"date":"2013-10-28T08:06:53","date_gmt":"2013-10-28T07:06:53","guid":{"rendered":"http:\/\/www.die-mitfahrzentrale.de\/?p=1366"},"modified":"2023-08-23T13:48:47","modified_gmt":"2023-08-23T13:48:47","slug":"shared-space-fuer-gleichberechtigung-im-verkehr","status":"publish","type":"post","link":"https:\/\/www.die-mitfahrzentrale.de\/en\/shared-space-fuer-gleichberechtigung-im-verkehr\/","title":{"rendered":"Shared Space \u2013 F\u00fcr Gleichberechtigung im Verkehr"},"content":{"rendered":"<p>Es gibt unterschiedliche Verkehrsteilnehmer. Radfahrer und Fu\u00dfg\u00e4nger m\u00fcssen auf die motorisierten Fahrer achtgeben. Diese wiederum strahlen derzeit eine Dominanz im Stra\u00dfenverkehr aus. Aber hat der St\u00e4rkere immer Recht? Und beg\u00fcnstigt die aktuelle Verkehrsplanung dieses Prinzip nicht sogar noch? Shared Space ist eine neue Philosophie im Zuge der Verkehrsplanung. Schilder, Markierungen und Anlagen sollen bestm\u00f6glich vermieden werden. Die r\u00fccksichtsvolle Behandlung der Teilnehmer im Stra\u00dfenverkehr untereinander steht im Fokus.<\/p>\n<h2>Ist Shared Space \u00fcberhaupt durchzusetzen?<\/h2>\n<p>Diese Frage muss sich zwangsl\u00e4ufig stellen. Denn solange wir alle zur\u00fcckdenken k\u00f6nnen, wurde der Verkehr immer mit Schildern und dergleichen geregelt. Tats\u00e4chlich gab es zwischen 2004 und 2008 bereits ein Pilotprojekt, um die Auswirkungen von Shared Space zu testen. In Belgien, D\u00e4nemark, Deutschland, England und den Niederlanden wurden Gemeinden ausgew\u00e4hlt, wo die Verkehrsplanung nach Shared Space ausgerichtet wurde.<\/p>\n<p>In Deutschland wurde die Gemeinde B\u00f6hmte ausgew\u00e4hlt. In der Zeit mit Shared Space gab es dort nur eine Regel und die hie\u00df rechts vor links. Die Stra\u00dfenschilder wurden abgenommen und die Teilnehmer des Verkehrs achteten gegenseitig auf sich. Die Unfallzahlen sind dabei leicht angestiegen. Die Polizei betonte aber, dass seit der Einf\u00fchrung von Shared Space lediglich Bagatellen passiert seien. Die Teilnehmer an dieser Art des Stra\u00dfenverkehrs waren zu drei Vierteln zufrieden. In diesem Sinne kann die Durchsetzung von Shared Space gelingen, aber daf\u00fcr sind noch Probleme zu umschiffen.<\/p>\n<h2>Probleme bei der Durchsetzung von Shared Space<\/h2>\n<p>Bislang wurde ein sehr positives Bild gemalt. Aber Shared Space wirft auch einige Fragen auf. Im B\u00f6hmte funktionierte das Konzept nicht schlecht, aber die Verkehrsteilnehmer haben sich den Raum nicht wirklich geteilt. Zu festgefahren waren die Regeln im Stra\u00dfenverkehr. Fu\u00dfg\u00e4nger und Radfahrer agierten am Stra\u00dfenrand bzw. nahe der H\u00e4user, die Autos und LKWs dominierten die Stra\u00dfe.<\/p>\n<p>Besonders in der Kritik steht Shared Space bei Blindenverb\u00e4nden. Denn schlie\u00dflich gibt es auch nicht sehende Teilnehmer am Stra\u00dfenverkehr und diese k\u00f6nnen sich ohne Ampeln und Warnsignale ganz schlecht orientieren. Wird f\u00fcr diese Problemstellen eine L\u00f6sung gefunden, k\u00f6nnte Shared Space ein Konzept werden, welches f\u00fcr eine fl\u00fcssige und positive Verkehrsf\u00fchrung sorgt und dabei Staus und Umweltverschmutzung reduziert. Sogar der Segway k\u00f6nnte einen Platz finden und sich im Verkehr durchsetzen.<\/p>\n","protected":false},"excerpt":{"rendered":"<p>Es gibt unterschiedliche Verkehrsteilnehmer. Radfahrer und Fu\u00dfg\u00e4nger m\u00fcssen auf die motorisierten Fahrer achtgeben. Diese wiederum strahlen derzeit eine Dominanz im Stra\u00dfenverkehr aus. Aber hat der St\u00e4rkere immer Recht? Und beg\u00fcnstigt die aktuelle Verkehrsplanung dieses Prinzip nicht sogar noch? Shared Space ist eine neue Philosophie im Zuge der Verkehrsplanung. 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