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Mitfahrzentralen als Schleuser ins Ausland missbraucht!

Mitfahrzentralen nutzen der Gesellschaft in vielerlei Hinsicht. Sie sorgen für eine bessere Auslastung des Fahrzeugs und sorgen dafür dass weniger PKWs auf den Straßen unterwegs sind. Die Umwelt wird geschont und die CO2-Belastung reduziert. Autofahrer bekommen Gesellschaft und schließen Kontakte.

Allerdings sind die Portale zum Autoteilen auch anfällig gegenüber Schleusern ins Ausland. Hierbei werden die Bestimmungen zur Einreise in diverse Länder der Europäischen Union umgangen. Nähere Informationen können dem Informationenblatt der Polizei-Beratung entnommen werden. Wir beschäftigen uns weiterführend damit, wie sich Nutzer bei verdächtigen Begleitern verhalten sollen.

Verdächtige Mitfahrer: So wird die Situation gemeistert!

Die Gefahr einer Mitfahrzentrale von Schleusern missbraucht zu werden, steigt mit der Nähe zu einer Grenze oder allgemein mit dem Angebot an Auslandsfahrten. Insbesondere wenn ein Vermittler Fahrer und Begleiter zusammenbringt, ist Vorsicht geboten.

  • Vorlage des Passes verlangen: Bereits bei der ersten Kontaktaufnahme am Telefon können dem Fahrer erste Zweifel kommen. Hier sollte darauf hingewiesen werden, dass der Beifahrer nur in den PKW eingelassen wird, wenn er seinen Pass oder den Personalausweis vorzeigen kann. Sind Mitfahrer nicht in der Lage sich auszuweisen, so sollte die Fahrt verweigert werden. Auch die Polizei ist zu alarmieren.
  • Zweifel trotz Vorlage des Passes: Auch wenn der Begleiter sich ausweisen kann, bestehen häufig berechtigte Zweifel. Kann nicht gewährleistet werden, dass die Einreise in das Zielland oder die Ausreise aus dem Startland gesetzeskonform ist, sollte auf die Mitnahme ebenfalls verzichtet werden.

Unter obigen Link können entsprechende Telefonnummern und Informationen zur Handhabung eingesehen werden. Wenn der Fahrer als Schleuser nach Deutschland fungiert, bewusst oder unbewusst, so macht er sich des § 96 AufenthG strafbar (Einschleusen von Ausländern). Hohe Geldstrafen oder sogar eine Freiheitsstrafe sind möglich.

Nutzer von Mitfahrzentralen sind dazu verpflichtet sich selbstständig über Gesetze und Regeln zur Ein- oder Ausfuhr von Personen in fremde Länder zu informieren. Wer dies nicht tut, der handelt mindestens bedingt vorsätzlich.

6 Tipps für eine erfolgreiche Fahrgemeinschaft!

Fahren Sie immer noch alleine zur Arbeit? Dies bedeutet mindestens drei ungenutzte Plätze im Auto sind verfügbar. Diese aufzufüllen spart viel Geld und reduziert den Stress. Es ist nicht sonderlich schwierig herauszufinden, ob weitere Mitarbeiter die gleiche Strecke oder zumindest einen Teil davon zurücklegen müssen. Auf dieser Grundlage lässt sich eine Fahrgemeinschaft gründen.

Was beim Aufbau einer Fahrgemeinschaft bedacht werden muss!

Eine Fahrgemeinschaft ist oftmals mehr als nur eine Ansammlung von Personen mit dem gleichen Ziel. Häufig handelt es sich um Freunde oder Bekannte. Und wenn dies noch nicht der Fall ist, so kann das Autoteilen eine gute Gelegenheit darstellen, neue Freundschaften aufzubauen. Dafür muss aber ordentlich geplant werden.

  1. Gepäck – Egal ob es zur Arbeit oder in den Urlaub geht, wer sich ein Auto teilt, der muss nicht nur für die Personen planen. Gegenstände und Gepäckstücke müssen ebenfalls Platz finden.
  2. Geld – Es muss eine Regelung fürs Fahren gefunden werden. Entweder die Mitglieder der Fahrgemeinschaft wechseln sich beim Transport ab oder die übrigen Mitglieder zahlen dem Fahrer monatlich einen Obolus. Wichtig ist, dass dies vorab geklärt wird.
  3. Zeit – Auf der Arbeit gibt es klare Regeln. Eine davon ist die Arbeitszeit. Es darf also nicht passieren, dass durch die Unzuverlässigkeit einer Person, alle zu spät kommen.
  4. Arbeitszeit – Nicht nur das gleiche Ziel, auch die gleiche Arbeitszeit muss für eine Fahrgemeinschaft erfüllt sein. Denn wer zusammen hinfährt, der muss auch zusammen zurückkommen.
  5. Sauberkeit – Während der Fahrt zu essen ist für Alle, mit Ausnahme des Fahrers, kein Problem. Aber dabei sollte auf Sauberkeit geachtet werden, gerade wenn der Wagen nicht einem selber gehört.
  6. Motivation – Für die Fahrgemeinschaft kann es unterschiedliche Gründe geben. Das Entlasten der Umwelt, die Ersparnis in Form von Bargeld oder die nette Gesellschaft sind nur einige Beispiele. Für eine langanhaltende Mitfahrgelegenheit sollten alle Teilnehmer über die notwendige Motivation verfügen.

Daimler startet erstes Carsharing-Projekt mit autonom fahrenden PKWs

Carsharing ist ein Prinzip, welches sich hervorragend dazu eignet Kontakte zu knüpfen und mit mehreren Personen im Auto zu fahren. Einer hat jedoch immer das Nachsehen und ist der Fahrer. Dieser muss sich auf die Straße und den Verkehr konzentrieren, während andere sich einer entspannten Unterhaltung hingeben können. Daimler will jetzt das erste autonome Carsharing in Kalifornien starten. Hierbei fahren die Autos selber, ein Fahrer ist nicht notwendig.

Google macht es vor, Daimler macht es nach?

Die selbst fahrenden Autos konnten schon an Unis besichtigt werden. Google hat erst kürzlich der gesamten Autoindustrie eine lange Nase gedreht, indem ein Prototyp eines selbstfahrenden Autos vorgestellt wurde. Daimler plant in Kalifornien jedoch den Gegenschlag und möchte eine gesamte Carsharing-Flotte mit autonom fahrenden Autos starten. Aber hat Google diese Idee kreiert? Nein, denn Daimler arbeitet bereits seit 20 Jahren am Prometheus Forschungsprogramm, welches sich mit selber fahrenden Autos beschäftigt. Es ist jedoch möglich, dass Google Initiative dafür gesorgt hat, dass Daimler jetzt nachzieht.

Gemeinsamkeiten bei den autonomen Autos

Google und Daimler sind damit die ersten Unternehmen, die ihr eigens fahrendes Auto vorstellen. In einem Punkt ähneln sich die Konzepte aber. Die Produkte werden noch nicht zum Verkauf angeboten. Google möchte mit seinem autonomen PKW einen Taxiservice starten und Daimler orientiert sich in Richtung Carsharing. Auch ein Einstieg von Apple in diese Technologie wird immer mal wieder diskutiert. Neben den vermeintlich kleinen Gewinnen, bei hohen Investitionskosten, geht es den IT-Unternehmen vielleicht vorrangig um die Bewegungsprofile ihrer Kunden.

Vorteile autonomen Fahrens!

Tatsächlich arbeiten praktisch alle Autobauer an PKWs die autonom fahren können. Daimler „schmeißt“ seinen Smart nur zuerst ins Rennen. Auch ein LKW ist schon einen leeren Autobahnabschnitt ohne Führer Probegefahren. Die Vorteile liegen auf der Hand. Unfälle werden reduziert, der Spritverbrauch kann gesenkt werden und die Insassen haben die Hände frei, um sich anderweitig zu beschäftigen.

Staus und stockender Verkehr – Umweltbedenken?

Stockender Verkehr oder der vollkommene Stillstand auf den Straßen kann für viele Autofahrer zur Geduldsprobe werden. Besonders in der Urlaubszeit sind die Autobahnen überfüllt. Im Jahr 2013 wurden laut ADAC insgesamt 415.000 Staus mit einer Gesamtlänge von 830.000 Kilometern gemeldet. Im Vorjahr lagen diese Werte noch bei 285.000 Staus mit einer Länge von 595.000 Kilometern. Das Verkehrschaos mit Staus und stockendem Verkehr nimmt zu. Aber ist es eine Umweltbelastung?

Belasten Staus und stockender Verkehr die Umwelt?

Diese Frage eindeutig zu klären ist schwierig. Langsameres Fahren kann den Spritverbrauch und den CO2-Ausstoß senken. Weiterhin ist es möglich, dass häufiger auf das eigene Auto verzichtet wird, wenn der Verkehr häufiger zum Stillstand kommt. Nicht zuletzt tangieren die Umweltbelange jeden einzelnen. Wir der Motor laufengelassen, weil es sonst im PKW zu kalt ist? Eine Decke im Kofferraum kann denselben Zweck erfüllen. Stockender Verkehr ist noch eine gesonderte Baustelle. Denn hier kommt es nicht zum fortdauernden Stillstand. Vielmehr muss ständig angefahren und abgebremst werden. Dies sorgt ebenfalls für einen gesteigerten Spritverbrauch. Ist ein Unfall die Ursache, so kann vielleicht an der nächsten Raststätte ausgeharrt werden, bis die Unfallstelle geräumt wurde. Ein Umfahren vergrößert die Strecke und verbraucht mitunter mehr Sprit. Ein stockender Verkehr oder Stau kann die Umwelt also belasten oder je nach Verhalten des Fahrers auch entlasten. Aber wer steht schon gerne im Stau? Daher stellt sich die Frage, wie Stau oder stockender Verkehr verhindert werden kann.

Stockender Verkehr und Staus umschiffen!

Durch das Internet wird dem Fahrer ein mächtiges Instrument an die Hand gegeben, um Staus und stockenden Verkehr zum entkommen. Hier ist es zweckdienlich schon Tage zuvor regelmäßig nachzuschauen, wann auf der eigenen Strecke der Verkehr zum erliegen kommt. Diese Zeiten oder stark belastete Strecken sollten gemieden werden. Allein im Auto ist es jedoch nicht ratsam regelmäßig sein Handy, Smartphone oder Tablet zu konsultieren. Der Verkehrsfunk ist jedoch ebenfalls sehr nützlich und sorgt Staus in regelmäßigen Abständen durch. Auch stockender Verkehr wird erwähnt. Diverse Navigationsgeräte können ebenfalls auf Daten zugreifen und versuchen daher Engpässe weiträumig zu umfahren. Aber es gibt auch bequemere Wege einem Stau oder stockendem Verkehr aus dem Weg zu gehen.

  • Öffentliche Verkehrsmittel: Sicherlich können auch Busse im Verkehr steckenbleiben. Die Erfahrung zeigt jedoch, dass dies seltener der Fall ist. Bei einer Zugfahrt ist eine Unterbrechung hingegen ausgeschlossen. Auch in der Innenstadt kann die Straßenbahn vielleicht vorgezogen werden.
  • Autobahnen meiden: Die Fahrt auf der Autobahn geht schnell, wenn der Verkehr fließt. Aber gerade dort ist stockender Verkehr und Stau an der Tagesordnung. Wer über Land- und Bundesstraßen fährt, der kommt vielleicht langsamer, aber stetiger voran. Im Endeffekt geht es schneller, als Stunden im Stau zu verbringen und die umliegende Landschaft hat ebenfalls seinen Reiz.
  • Geschwindigkeitsbegrenzungen: Tatsächlich können die Begrenzungen Staus und stockenden Verkehr verhindern. Durch die großen Unterschiede beim Tempo muss auf den Autobahnen viel zu häufig gebremst werden. Dadurch entsteht ein kurzfristiger, stockender Verkehr, wo hinterher niemand genau weiß, wie er eigentlich entstanden ist. Auch die Unfallgefahr steigert sich.
  • Mitfahrgelegenheit: Je mehr Autos vollständig gefüllt sind, desto besser für die Umwelt. Wenn ein PKW mit vier Personen auf der Autobahn unterwegs ist, wirkt sich dies zudem entlastend aus. Zweifelsfrei gibt es viele Menschen mit dem gleichen Ziel auf der Autobahn. Mitfahrzentralen bringen diese Personen zusammen. Würden diese weiträumiger genutzt, würden stockender Verkehr und Staus weniger häufig vorkommen.
  • Maut: Viele Verkehrsteilnehmer hören es nicht gerne. Aber eine generelle Maut auf den Autobahnen würde viele von einer Fahrt abhalten. Die Autobahnen würden entlastet und öffentliche Verkehrsmittel würden im Ansehen steigen.

Ob Stau und stockender Verkehr nun positiv für die Umwelt ist, bleibt fraglich. Weniger Staus und stockender Verkehr würden in jedem Fall zu einer gesteigerten Nutzung des PKWs führen.

Macht Uber das Taxigeschäft kaputt?

Carsharing ist nicht nur in Deutschland modern, es wird weltweit anerkannt und genutzt. Autohersteller steigen auf den fahrenden Zug auf und Mitfahrgelegenheiten werden von zahlreichen Anbietern geboten. Taxifahrer fühlen sich mehr und mehr aus ihrem Geschäft gedrängt. Besonders das amerikanische Unternehmen Uber steht dabei in der Kritik. Aus diesem Grund wollen die Taxifahrer zu Tausenden streiken.

Gibt es auch in Deutschland Taxi-Streiks?

Am heutigen Mittwoch soll die Taxi-Bewegung in Berlin lediglich eine Sternfahrt antreten. Bis zu 1.000 Taxis sollen beteiligt sein. Ein Sprecher der Polizei sagte „Das wird man auch merken im Straßenverkehr“. Einerseits fehlen diese Mitfahrgelegenheiten, andererseits sind sämtliche Taxis gleichzeitig auf der Straße. Die Taxi-App Uber, welche Mitfahrgelegenheiten in bislang 20 Großstädten vermittelt, ist den Fahrern ein Dorn im Auge. Es wird von unfairem Wettbewerb gesprochen. Die Argumente sind an sich schlüssig. Taxifahrer müssen ihr Gewerbe regulieren lassen. Dies wird beim Carsharing umgangen.

Welche Auswirkungen kann der Streik weltweit haben?

Dauerhafte Auswirkungen sind nicht zu erwarten. In Deutschland gehen die Fahrer nicht nur in Berlin, sondern auch in Köln, München und Hamburg auf die Barrikaden. In London haben sich die Taxifahrer vorgenommen, besonders langsam durch die Innenstadt zu fahren. Dies wird im Verkehr nicht ohne Folgen bleiben. Mit bis zu 12.000 Teilnehmern wird hier der Streik am deutlichsten ausfallen. In Mailand sollen ungefähr 5.000 Teilnehmer am Streik beteiligt werden und auch in Madrid ist von Tausenden die Rede. In Paris haben sich die Taxifahrer, voraussichtlich 3.000 an der Zahl. Vorgenommen zwei Flughäfen zu blockieren. Weitere Proteste sind in Chicago, Lissabon und Sao Paolo geplant.

Die Argumente der Taxifahrer

Taxifahrer wettern gegen die Privatfahrzeuge. Die Fahrer sind häufig gar nicht versichert, der Zustand des PKWs wird nicht in Regelmäßigkeit geprüft und eine entsprechende Ausbildung konnte auch meist nicht genossen werden. Uber hält aber hingegen, dass die Fahrer überprüft würden und so die Sicherheit gewährleistet werde.

Der Einfluss der Politik auf das Carsharing

Die Erfolgsgeschichte Carsharing wird unvermindert fortgesetzt. Über 800.000 Personen erfreuen sich bereits am Autoteilen. Es wird aller Voraussicht nicht mehr lange dauern, bis die magische Millionengrenze überschritten ist. Carsharing-Anbieter können sich über diese Entwicklung freuen. Tatsächlich werden den Unternehmen von Seiten der Politik aber auch Stolpersteine in den Weg gelegt.

Wie Carsharing politisch behindert wird

Die Parkplatznot in deutschen Städten verlangsamt das Wachstum. Denn häufig werden weitere oder bessere Stellplätze für das Angebot nicht freigegeben. Zu groß scheint die Angst, dass die Plätze ungenutzt bleiben und damit den „normalen“ Autofahrern nicht zur Verfügung stehen. Aber dieser Denkansatz ist nicht richtig.

Durch das Carsharing werden viele private PKWs überflüssig gemacht. Häufig handelt es sich dabei um Zweit- oder Drittwagen, die dann nicht mehr benötigt werden. Aktuell stehen diese auf Parkplätzen und nehmen damit Raum weg. Ein Carsharing-Auto kann 12 und mehr private PKWs ersetzen. In diesem Sinne würde die weitere Freigabe von Parkplätzen langfristig gesehen sogar mehr Raum in den Städten schaffen.

Weiterhin sind viele Carsharing-Anbieter sehr an einer sauberen Umwelt interessiert. Das Konzept eignet sich im besonderen Maße für Elektromobilität. Aber auch hier müsste politisch interveniert werden. Denn aktuell fehlt es an den notwendigen Ladestationen, um das Angebot an E-Autos im Carsharing auszuweiten. Auch für die Branche an sich wäre dies wichtig. Denn die Kunden würden einen sicheren Einblick in die Elektromobilität bekommen und sich beim nächsten Kauf vielleicht auch für ein solches Fahrzeug entscheiden.

Politische Lichtblicke in Bezug auf Carsharing

Dass es auch anders geht zeigen die Grünen in Paderborn. Eine der wenigen Großstädte in Deutschland, die derzeit noch kein Carsharing-Angebot vorweisen können. Derzeit wird debattiert, wie es den Anbietern erleichtert werden kann Fuß zu fassen. Dafür sollen auch die Strukturen in der Stadt verbessert werden. Mit dem richtigen Konzept wird im Rat sicherlich eine Mehrheit für das Projekt Carsharing erreicht werden.

Frauen entdecken Carsharing für sich!

Das Interesse am Carsharing wächst! Im vergangenen Jahr konnten 150 Anbieter 757.000 Anmeldungen verzeichnen. Dies bedeutet ein Wachstum von 67 Prozent im Vergleich zum Jahr 2012. Carsharing mit festen Standorten wuchs dabei um 19 Prozent, während die flexible Abstellung des PKWs ein Wachstum von 119 Prozent verzeichnen konnte. Diese Zahlen stammen vom Bundesverband Carsharing. Es geht aus dieser Statistik auch hervor, dass Frauen das Carsharing immer mehr für sich entdecken.

Frauen im Rückstand aber auf dem Vormarsch!

Dass Männer das Angebot am Autoteilen mehr fasziniert, wird mit der Erklärung begründet, dass die Männer allgemein ein höheres Interesse an Autos haben. Ausnahmen in beide Richtungen bestätigen natürlich auch hier die Regel. Während junge und alte Menschen Carsharing nutzen, der Altersdurchschnitt liegt bei 33 Jahren, hat sich die Frauenquote erheblich verbessert.

Zumindest von Drive-Now sind diesbezüglich Zahlen bekannt. Im Jahr 2011 waren bei diesem Anbieter nur 10 Prozent der Kunden weiblich. Diese Zahl hat sich auf 29 Prozent im Jahr 2013 erhöht. Und schon zu Beginn des Jahres 2014 wurde ein weiterer Anstieg um vier Prozent bestätigt. Andere Carsharing-Anbieter werden ähnliche Zahlen vorweisen können.

Private Kunden stehen im Vordergrund!

Auch wenn es vielen bislang nicht in den Sinn gekommen ist, so wird Carsharing auch geschäftlich genutzt. Die privaten Kunden befinden sich mit 75 Prozent jedoch in der Überzahl, wie der Carsharing-Verband berichtet.

Die Anzahl der Kunden steigt generell und je Geschlecht. Private wie geschäftliche Personen greifen auf die Idee des Autoteilens zurück. Ein Wehrmutstropfen bleibt jedoch. Denn mit dem Konzept Carsharing werden bislang nur ein Prozent der autofahrenden Menschen in Deutschland erreicht. Willi Loose ist Geschäftsführer des Bundesverbandes Carsharing und spricht diesbezüglich von dem „Nischenprodukt Carsharing“.

Derzeit kommen auf ein Carsharing-Auto ungefähr 11 Personen. Die Flotten der Anbieter werden kontinuierlich erweitert und die PKWs sind weiterhin ausgelastet.

Fragen und Antworten zum Thema Carsharing – Teil 3

Jetzt sind wir bereits beim dritten Teil unserer Fragen und Antworten Serie angekommen. Im ersten Teil wurden grundsätzliche Fragen beantwortet. Der zweite Teil beschäftigte sich mit den Fragen, ab wann sich Carsharing loht, wo das nächste Auto zu finden ist, wie flexibel das Modell ist und wer den PKW überhaupt tankt. An dieser Stelle knüpfen wir an.

Wissenswertes zum Thema Carsharing – Fragen 9 bis 12

9. Wer wartet die Autos der Carsharing-Flotte?

Je nach Carsharing-Modell übernimmt die Wartung entweder der Anbieter selbst oder bei einem privaten Carsharing der eigentliche Besitzer. Der klassische Kunde hat mit der Wartung nichts zu tun und kann sich einfach auf das Fahren konzentrieren.

10. Was muss beachtet werden, bevor losgefahren wird?

Der Kunde sollte das Auto von außen und von innen betrachten. Sind Beschädigungen vorhanden, so muss eine Meldung gemacht werden, bevor die eigentliche Fahrt beginnt. Ansonsten kann diese nicht eindeutig einem Kunden zugeordnet werden. Falls selber einmal ein Unfall passiert, und wir sind ja alle nur Menschen, so sollte dieser natürlich ebenfalls gemeldet werden.

11. Muss das Auto gesäubert werden?

Ein PKW der Carsharing-Flotte ist prinzipiell nicht auf Hochglanz zu polieren. Es gibt jedoch ein ungeschriebenes Gesetz, das Auto zu zurückzulassen, wie es vorgefunden wurde. Kekskrümel, Flecken oder andere Beeinträchtigungen sind zu beseitigen, wenn diese bei der eigenen Autofahrt entstanden sind. Dies gewährleistet gleichzeitig die Qualität des Carsharings.

12. Steigen die Carsharing-Preise mit steigendem Benzinpreis?

Die Kosten für das Carsharing sind nicht am Benzinpreis geknüpft. Dies liegt daran, dass durch steigende Preise an den Tankstellen immer mehr Kunden zum Carsharing wechseln. Die PKWs sind öfters in Betrieb und die grundsätzlichen Kosten pro Kunde sinken. Daher ist es derzeit unwahrscheinlich, dass die Preise steigen. Einige Anbieter haben diese sogar schon gesenkt, weil mehr Kunden zu ihnen gekommen sind.

Kritik des Carsharing-Verbandes an den Angeboten von Herstellern

Carsharing bietet Autofahrern auf der ganzen Welt eine Alternative zur Anschaffung des eigenen PKWs. Daher wird das Angebot zum Teilen des Autos auch von der Umweltlobby und insbesondere von jungen Autofahrern unterstützt. Aber wo liegen eigentlich die Vorteile vom Carsharing begründet? Und warum ist der Bundesverband Carsharing mit einigen Angeboten der Hersteller nicht einverstanden?

Vorteile des Carsharings aus Sicht der Umwelt

Carsharing kommt dem „grünen Autofahren“ falls es so etwas überhaupt jemals geben wird, bislang am nächsten. Viele Personen teilen sich ein Auto. Dies kann auf die Anschaffung bezogen sein, aber auch auf die Personenanzahl während einer Fahrt. Es handelt sich also um ein Prinzip, um die PKWs zu füllen und in ihrer Masse von der Straße zu entfernen. Weniger Autos in der Herstellung entlasten die Umwelt dabei ebenso, wie weniger Autos auf der Straße. Auch für die privaten Bürger hat dies, sofern Carsharing richtig genutzt wird, finanzielle und praktische Vorteile. Die Anschaffungskosten eines eigenen PKWs entfallen. Es muss nicht regelmäßig getankt werden. Und moralisch ist es ebenfalls ein gutes Gefühl, etwas für die Umwelt zu tun.

Bundesverband Carsharing kontra Herstellerangebote

Die Hersteller sind natürlich auf einen möglichst großen Profit aus. Sie haben sich teilweise das Modell Carsharing geschnappt und für ihre Zwecke zu nutzen versucht. Aber viele Angebote der Hersteller sind nach Angaben des Bundesverbandes Carsharing auf innerstädtische Fahrten ausgelegt. Dort tritt schließlich eine Konkurrenz zu den ebenfalls umweltfreundlich agierenden öffentlichen Verkehrsmitteln ein. Zudem sind diverse Autos nicht für viele Personen ausgelegt, so wird beispielsweise auch Carsharing mit dem Smart betrieben. Neben der geringfügigen Kritik wird die Verbreitung des Carsharings grundsätzlich wohlwollend beäugt. In den Ballungsräumen ist bereits ein umfassendes Angebot vorhanden. Was noch fehlt ist eine Möglichkeit das Konzept Carsharing in die ländlichen und somit schwerer zu erreichenden Gebiete zu bringen.

Ein Bus kann 30 PKW auf den Straßen überflüssig machen!

Das umweltfreundlichste Verkehrsmittel ist der Bus, nicht etwa die Bahn, das Auto oder Flugzeug. Wo der Omnibus für die Umwelt viel Gutes tut, ist er leider viel zu selten im Einsatz. Jetzt wurde das Verkehrsmittel einem Vergleich unterzogen, bei dem es an erster Stelle steht.

Motorisierte Fortbewegung im Vergleich

Die nachfolgende Auflistung betrifft den Verbrauch an Kraftstoff und den Ausstoß von CO2 auf einer Strecke von 100 Kilometern.

  • Der Reisebus verbraucht 1,3 Liter Diesel je Person bei einem Ausstoß von 3 Kilogramm CO2
  • Die Bahn stößt sogar 4,5 Kilogramm CO2 aus
  • Der durchschnittliche Ausstoß eines PKWs beträgt 14,2 Kilogramm Kohlendioxid
  • Ein Flugzeug übertrifft dies noch mit einem Ausstoß von 22,8 Kilogramm

Der Bus ist somit gut für die Umwelt. Leider steht nicht für jede Strecke ein Bus zur Verfügung. Dies würde sich auch nur lohnen, wenn genügend Personen an Bord wären. Bei einem Reisebus sind die Plätze meist bestmöglich belegt. Im öffentlichen Nahverkehr kann dies nicht in allen Regionen gewährleistet werden. Gerade im dörflichen Bereich fahren die Busse oftmals nur mit sehr wenigen Passagieren.

Weitere Vorteile einer Busfahrt

Der Bus ist nicht nur ein umweltfreundliches Verkehrsmittel, der Nutzer muss sich nicht einmal selber ans Steuer setzen. Wer regelmäßig Bus fährt, spart die Kosten für das Benzin und kann vielleicht sogar auf die Anschaffung eines Autos verzichten. In einem Bus hat der Fahrgast mehr Beinfreiheit und muss sich selber nicht konzentrieren. Auf längeren Strecken kann geschlafen werden, ansonsten kann mit dem Laptop gearbeitet, gespielt oder im Internet gesurft werden. Auch das Lesen eines Buches ist möglich.

Zudem gilt der Bus als sehr verkehrssicheres Fahrzeug. Durch die Anzahl der Insassen könnten auf den Straßen, je Bus im Einsatz, 30 PKWs überflüssig gemacht werden. Dies würde insbesondere die Autobahnen entlasten und einige Staus verschwinden lassen.