Neue U-Bahn Haltestellen in Berlin
Bereits seit mehreren Tagen ist der Boulevard unter den Linden in Berlin nicht mehr ganz so schön anzusehen. 53 Linden sind zwischen der Glinkastraße und der Charlottenstraße gefällt worden, um Platz für ein Bauvorhaben zu schaffen. Ziel ist es die U-Bahn Linie 5 zu verlängern. Diese soll sich bald vom Alexanderplatz bis hin zum Brandenburger Tor erstrecken.
Der erste Spatenstich, welcher auch hier vorerst nur einen symbolischen Charakter hatte, fand bereits im Frühjahr des Jahres 2010 statt. In diesem Jahr im April, also 2 Jahre später, werden die Bagger mit ihrer Arbeit beginnen. Zunächst werden Baugruben ausgehoben, wo später die Haltestellen hinkommen sollen. Dies geschieht an der Kreuzung Unter den Linden/Friedrichsstraße und am Schloßplatz. Die Stationen werden die Namen “Unter den Linden” und “Museumsinsel” bekommen. Das Projekt ist jedoch nur über einen größeren Zeitraum zu realisieren. Erst im Frühjahr 2013 soll eine Maschine in Einsatz kommen, welche die Röhren in 20 Meter Tiefe einbringt. Eine Strecke von Pariser Platz, bis zum Marx-Engels-Forum muss dafür zurückgelegt werden.
Die Fertigstellung wird jedoch auf sich warten lassen. Laut Planung rollen die ersten Züge im Sommer des Jahres 2019 durch den 2,2 Kilometer langen Tunnel. Die Kosten für das Bauvorhaben belaufen sich auf schätzungsweise 433 Millionen Euro – dies entspricht einen Preis von 200.000 Euro pro Meter. Weiterhin wird angenommen, dass bei der Durchführung des Vorhabens Probleme auftreten können. Ein fragiler Baugrund soll die Ursache sein.
Auch der Nutzen dieses Vorhabens steht in der Kritik. Die hohen Kosten gepaart mit dem geringen Nutzen lassen die Bürger aufhorchen. Tatsächlich verläuft zwischen dem Alexanderplatz und dem Hauptbahnhof parallel zur geplanten Strecke eine Straßenbahnlinie. Die Kritiker sprechen von einer umsteigefreien Anbindung an den Berliner Hauptbahnhof. Auch die lange Zeitdauer des Baus wird von den Bürgern nicht gern gesehen. Eine Dauerbaustelle im Zentrum von Berlin scheint sich anzubahnen.
Gesundheitliche Gefährdung von Pendlern
Es ist in Deutschland üblich weite Strecken zur Arbeit und natürlich auch auf dem Heimweg zurückzulegen. Diese sog. Pendler sollen häufiger Schwierigkeiten mit der Gesundheit bekommen, als andere Angestellte. Um dieser Begebenheit näher auf den Grund zu gehen, hat die AOK einen Experten auf diesem Gebiet konsultiert. Dr. Steffen Häfner untersucht seit vielen Jahren diese Pendler. Er ist Oberarzt an der Universitätsklinik in Tübingen.
In dem Gespräch spricht Häfner sofort von Auswirkungen auf die Gesundheit. Die Formulierung Nebenwirkungen scheint ihm die Folgen des Pendelns noch zu verharmlosen. Er selber gehört ebenso zu der Gruppe von Menschen, die täglich zahlreiche Kilometer fahren. Häfner hat seine 90 Kilometer schon mit öffentlichen Verkehrsmitteln und mit dem Auto zurückgelegt. Aber ab wann wird eigentlich von einem Pendler gesprochen? Häfner definiert den Begriff, in Anlehnung an wissenschaftliche Ausarbeitungen, wie folgt:
“Demnach bezeichne ich jemanden als Pendler, der täglich mehr als 45 Minuten für die Hin- und Rückfahrt benötigt, also mehr als 1,5 Stunden pro Tag unterwegs ist.”
Gründe für das Pendeln gibt es viele. Häufig stimmt der Arbeitsort nicht mit der privaten Lebensplanung überein. Wer über eine Familie verfügt, der muss einen Platz für seine Kinder haben. Kindergärten, Schulen und Sportvereine müssen leicht erreichbar sein. Da wird schon mal ein längerer Weg zur Arbeit auf sich genommen. Aber auch betriebliche Versetzungen oder Umsetzungen können für eine lange Anfahrt sorgen.
Häfner spricht von folgenden Auswirkungen auf die Gesundheit bei Pendlern:
- Nackenschmerzen
- Schulterschmerzen
- übermäßiges Schlafbedürfnis
- Rückenschmerzen
- Müdigkeit
- Gelenk- und Gliederschmerzen
- Kopfschmerzen
- Völlegefühl
- Erschöpfbarkeit
- Schwindelgefühl
Im Winter sollten sich Nutzer der öffentlichen Verkehrsmittel über mehr Infektionen im Klaren sein, da diese mit sehr vielen Menschen in Kontakt kommen. Auch die Angst vor der verspäteten Ankunft am Arbeitsplatz fährt bei den Pendlern mit. Wer von den positiven Aspekten des Pendelns spricht, der macht sich etwas vor. Die gesundheitlichen Auswirkungen sind unbestritten und oftmals wird das Pendeln auch nur als Übergangslösung angedacht, weitet sich dann jedoch über Jahre aus.
Häfner rät sich zeitig auf den Weg zur Arbeit zu machen, um Stress gleich in Vorlauf zu vermeiden. Ein frühes Schlafengehen sei nur für die Wenigsten eine Lösung, da jeder Mensch seinen eigenen Schlafrhythmus hat. Ein Jobwechsel ist natürlich auch keine Alternative. Aber Pendler sollten darüber nachdenken, wie der Stress vermieden werden kann.
Die Fahrt angenehm zu gestalten ist eine Möglichkeit ihr einen Sinn zu geben. Dadurch wird dem Pendeln ein positiver Aspekt abgerungen. Beim Autofahren können CDs gehört werden auch Hörbücher werden immer beliebter. Im Bus oder im Zug ist es möglich einen Teil der Arbeit zu erledigen oder ebenfalls zu lesen. Hat das Pendeln einen Sinn, so wird es auch als angenehmer empfunden. Auch Fahrgemeinschaften stellen eine Möglichkeit dar. Dabei ist die Belastung für den Fahrer jedoch höher, daher sollte sich unbedingt abgewechselt werden, rät Häfner.
Wer gleich gestresst zur Arbeit gelangt, der wird dieses “Päckchen” den ganzen Tag mit sich herumtragen. Eine gemütliche Anreise bietet den Vorteil der Gelassenheit und lässt den Arbeitnehmer konzentriert sein Tagwerk verrichten.
Höhere Bußgelder für Radfahrer?
Vielen Autofahrern sind die Hohen Bußgelder für Verkehrsverstöße ein Dorn im Auge. Dabei dienen diese natürlich nur der Sicherheit sämtlicher Verkehrsteilnehmer. Auch Radfahrer sind bei einem Fehlverhalten nicht vor Strafe gefeit. Allerdings werden diese laut Gesetzt nicht so hoch bestraft wie die Autofahrer. Die Polizei konnte in der letzten Zeit jedoch eine erhöhte Auffälligkeit von Radfahrern im Straßenverkehr feststellen. Diese steigende Anzahl der Delikte veranlasst die Gewerkschaft der Polizei (GdP) zum Handeln. Radfahrer sollen in Zukunft stärker bestraft werden, wenn diese sich Ordnungswidrig verhalten. Weiterhin wird eine grundsätzliche Kennzeichnungspflicht für Fahrräder debattiert.
Der Vorsitzende Bernhard Witthaut verkündete gegenüber der Deutschen Presseagentur, dass er davon überzeugt sei, dass es leider nur über das Portemonnaie geht. Weiterhin wird über eine Änderung der Vorschriften nachgedacht:
„Es müsste geprüft werden, ob der Bußgeldkatalog für Radfahrer nicht an den für Autofahrer angepasst werden könnte, etwa wenn man beim Radfahren das Handy benutzt.“
Es ist jedoch nicht so einfach das Fehlverhalten von Radfahrern festzustellen. Immerhin sind die Räder nicht durch ein Nummernschild gekennzeichnet – noch nicht. Auch diese Maßnahme wird erwogen, um die Vorschriften besser umsetzen zu können. Gerade im Hinblick auf die E-Bikes sei diese Maßnahme eine Überlegung wert, wie auch Witthaut darstellt:
„Mit denen kann man dann 40, 50 km/h fahren, gerade in der Stadt ist man damit ja oft schneller als mit dem Auto.“
Da die Radfahrer in letzter Zeit sehr auffällig geworden sind, sieht die GdP Bedarf zum Handeln. Eine Herausforderung stellen die angedachten Kontrollen jedoch dar. Denn das notwendige Personal ist nicht verfügbar. Dennoch sollen die rüden Radfahrer zur Raison gebracht werden. Vom jüngsten Kind bis zum Rentner sieht man diese über rote Ampeln fahren. Damit gefährden sie nicht nur ihr eigene Gesundheit.
Weiterhin wird bei der Überarbeitung der Regeln auch über eine Verschärfung der Promillegrenze bei Radfahrern nachgedacht. Diese soll weiter an die der Autofahrer angepasst werden. Derzeit dürfen Radler noch bis 1,6 Promille haben.
Elektroautos noch nicht attraktiv genug
Die Zukunft soll den Elektroautos gehören und der Trend ist deutlich spürbar. So bringt alleine Renault in diesem Jahr 3 weitere Elektroautos auf den Markt. Ein ähnlicher Trend ist auch bei Opel spürbar. Allerdings haben all die aktuellen Modelle noch große Schwachstellen, die vor einer Kaufentscheidung zurückschrecken.
Sie sind einfach noch zu teuer. Im Verhältnis zu einem Benziner ist der Anschaffungspreis nur geringfügig höher. Problematisch sind allerdings die hohen Unterhaltskosten für so ein Fahrzeug. Besonders die Batterien machen noch zu schaffen. Langzeittests gibt es keine und Batterien sind in der Anschaffung sehr teuer. Zwar gibt es wenige Hersteller die eine Garantie von teilweise 10 Jahren anbieten, aber generell gilt es hier aufzuholen. Renault macht es z.B. mit einem Leasing von Batterien vor, sorgt aber auch gleichzeitig für höhere Unterhaltskosten für das Leasing.
Ein weiteres Problem ist die Reichweite der Fahrzeuge. So werden diese im Schnitt mit rund 140-180 km angegeben. Eindeutig zu wenig. Tankstellen für eine Schnellaufladung gibt es kaum und ein Aufladevorgang dauert auch häufig mehrere Stunden. Eine Reichweite von mindestens 400 km ist laut einer GfK-Studie wünschenswert.
Weiterhin gibt es da noch die Geschwindigkeit. Da gibt es den Wunsch nach mindestens 150 km/h. Im Schnitt liegen diese jedoch bei rund 120 km/h. Zusätzlich wirkt sich eine höhere Geschwindigkeit negativ auf die Batterien / Akkus aus. 120 km/h sind allerdings für den Stadtgebrauch mehr als ausreichend. Dafür wurden die Fahrzeuge bisher auch nur konzipiert.
Bisher ist der Anteil an Elektroautos mit rund 4541 Fahrzeugen sehr gering, wenn man den Gesamtbestand von 43 Millionen Pkw in Deutschland betrachtet. Massenproduktion von Elektroautos ist bisher Fehlanzeige. Jedoch ist eine Änderung des Trends leicht spürbar und rund 11 Millionen ziehen den Kauf eines Elektroautos in Erwägung.
Sprit sparen bis zu 30 Prozent
Trainings für wirtschaftliches Fahren im ADAC Fahrsicherheitszentrum Hansa/Lüneburg
Embsen, 2.4.2012. Die Benzinpreise steigen – und kein Ende ist in Sicht. Doch jeder kann selbst etwas dafür tun, weniger Benzin zu verbrauchen, die Umwelt zu schonen und dabei Geld zu sparen. Das ADAC Fahrsicherheitszentrum Hansa /Lüneburg in Embsen zeigt in seinem ADAC Sprit-Spar-Training, wie der Autofahrer in nur einem Tag Schulung lernt, bis zu 30 Prozent Benzin einzusparen. Nach vier bis fünf Tankfüllungen hat der Teilnehmer die Kosten für diesen Einsatz wieder raus. Während des Trainings analysiert ein Profi vor Ort den Fahrstil des Teilnehmers. Dabei muss manches Mal das gewohnte Fahrverhalten überprüft werden: „Früher lernte man in der Fahrschule, nach Gehör zu fahren: Wenn der Motor laut wird, dann bitte hochschalten“, sagt Cheftrainer Gerd Schulz. „Heute fährt der Autofahrer am wirtschaftlichsten, indem er sich an der Drehzahl des Motors orientiert, die im Idealfall zwischen 1.500 und 1.800 Umdrehungen pro Minute liegt.“ Inhalte wie vorausschauendes Fahren, frühes Hochschalten oder stop and go – Fahren ohne Gas werden in dem vierstündigen Kurs ganz praktisch erfahren und umgesetzt.
Gelassen durch den Verkehr
Und so läuft ein ADAC Sprit-Spar-Training ab: Die Teilnehmer fahren zunächst eine Probestrecke in ihrem gewohnten Fahrstil ohne Hinweise des Trainers. Dabei werden ADAC-Fahrzeuge genutzt, die mit Präzisionsmessgeräten ausgerüstet sind, um Geschwindigkeit, Verbrauch und CO2-Ausstoß während der Fahrt genau zu ermitteln. Es gibt Tipps zum Anfahren, zur Gangwahl, zum richtigen Bremsen und Beschleunigen. Bei der zweiten Fahrt wendet der Teilnehmer das Erlernte an – abschließend werden die Vorher-Nachher-Ergebnisse verglichen. „Die Teilnehmer sind immer wieder überrascht, um wie viel der Benzinverbrauch nur durch eine souveräne Fahrweise gesenkt werden kann“, so Schulz. „Und das bei gleichbleibender Geschwindigkeit – somit kommt auch der Fahrspaß nicht zu kurz.“
Das ADAC Sprit-Spar-Training findet auf Anfrage statt. Ein Trainer betreut bis zu drei Teilnehmer und begleitet jede Fahrt persönlich. Kosten pro Person: 139,– Euro, Gruppen reduziert. Weitere Informationen unter www.fsz-lueneburg.de.
Pressemeldung von
ADAC Fahrsicherheitszentrum Hansa GmbH & Co. KG
ADAC Straße 1
21409 Embsen
Die Bahn mit Ökostrom unterwegs
Es ist kein Geheimnis, dass das Fahren mit der Bahn die Umwelt schont. Je mehr Menschen mit dem Zug fahren und die Kapazitäten ausnutzen, je umweltfreundlicher ist es. Die Bahn ist für seine Sonderaktionen bekannt und in diesem Zusammenhang möchte die Bahn in der Zukunft noch klime- und umweltfreundlicher unterwegs sein.
Aus diesem Grund gibt es in der diesmaligen Sonderaktionen die Probe-BahnCard von Mitte April bis Ende Juni. Die neue BahnCard 25 wird es inklusive 100% Ökostrom geben. Mit dieser Ökostrom-Bahncard erweitert die Bahn ihr eigenes Angebot. Wer sich für diese BahnCard entscheidet, der ist CO2-frei unterwegs.
Schon jetzt nutzen rund 100 Firmen die CO2-freien Angebote der Bahn. Wer sich für die Ökostrom-Bahncard entscheidet, der kann die eigene CO2-Bilanz und die des Unternehmens verbessern. Nach eigenen Angaben des Unternehmens, setze man schon jetzt auf rund 22% Erneuerbare Energien. Der Anteil an Ökostrom soll bis 2010 auf über 35% erhöht werden.
Man kann also einiges tun, damit sich die Bilanzen in jeglicher Hinsicht verbessern. Entscheidend bei der BahnCard ist jedoch, dass man häufiger unterwegs ist. Für einmalige Fahrten lohnen sich diese jedoch nicht.
Die Probe-BahnCard kostet einmalig 25 Euro und kann insgesamt 4 Monate getestet werden. Man spart also 25% auf den normalen Fahrpreis. Die BahnCard verlängert sich jedoch nach diesen 4 Monaten, wenn sie nicht 6 Wochen vor Ablauf gekündigt wird.
Der reguläre Preis pro Jahr liegt bei der BahnCard 25 bei 39 Euro und für die BahnCard 50 immerhin bei 122 Euro. Schüler und Studenten erhalten noch einmal einen Rabatt auf die jeweilige BahnCard. Wer jedoch seine Fahrtstrecken kennt und täglich fahren muss, der kann sich auch Gedanken über die BahnCard 100 machen.
Mit dem Bus und der Bahn gratis durch Leipzigs Innenstadt
Die Rekord-Spritpreise machen derzeit Schlagzeilen. Nicht zuletzt ist diese Entwicklung auf die Osterfeiertage und die damit verbundenen Ferien zurückzuführen. Viele Familien nutzen diese Zeit für einen Urlaub oder zumindest für einen Ausflug mit den Kindern. Die Möglichkeit auf lange Strecken ohne Benzin auszukommen ist oftmals problematisch. Aber in Leipzig wirbt die Stadt derzeit für ihren öffentlichen Nahverkehr. Sie nutzen die steigenden Spritpreise als Werbekampagne. Besitzer einer KFZ-Zulassung können vier Tage lang den öffentlichen Nahverkehr kostenfrei benutzen. Ein eindeutiges Lockangebot, welches bei der Entwicklung der Spritpreise durchaus seinen Reiz hat. Und vielleicht lässt sich ja der ein oder andere dauerhaft von dieser Lösung überzeugen.
Dieses einmalige Angebot gilt vom 10. April bis zum einschließlich 13. April und konzentriert sich damit auf die Zeit nach Ostern. Als Fahrschein braucht in der Leipziger Innenstadt (Zone 110) lediglich die KFZ-Zulassung vorgezeigt werden. Kinder und Ehepartner dürfen den Service ebenfalls benutzen, sofern der Besitzer der KFZ-Zulassung dabei ist. Eigentliche Konkurrenten arbeiten dieser Tage zusammen, um diesen Service zu ermöglichen. Die Mitteldeutsche Regiobahn, Leipziger Verkehrsbetriebe und die Deutsche Bahn haben sich diese Aktion ersonnen. Das Motto “Schluss mit dem Benzinpreiswahnsinn – Zeit für den Umstieg” wird hoffentlich viele nachdenklich stimmen.
Auch die Erhöhung der Pendlerpauschale wird derzeit debattiert. Alle die darauf angewiesen sind, würden sich freuen. Während sich Wirtschaftsminister Philipp Rösler von der FDP dafür stark macht, spricht sich das Hamburgische Weltwirtschaftsinstitut dagegen aus. Es heißt, dass es eine bessere Lösung gäbe, um die Kosten für die geschundenen Bürger zu senken. Gemeint ist die steuerliche Belastung, welche einen Großteil der Spritkosten ausmacht. Straubhaar, der Leiter des HWWI, äußerte sich wie folgt:
“Liberale sollten vorsichtig sein, freiwillig getroffene private Entscheidungen bezüglich des Wohn- und Arbeitsortes mit staatlichen Privilegien korrigieren zu wollen”.
Vielleicht setzt sich die Idee der Leipziger irgendwann bundesweit durch, so dass zahlreiche Autofahrer von den Vorzügen des öffentlichen Nahverkehrs überzeugt werden.
Aida und Tui Cruises erhalten den “Umwelt-Dino”
Der Naturschutzbund hat die Kreuzfahrtunternehmen angezählt. Beide Veranstalter sollen mit ihren Kreuzfahrten in Sachen Umweltschutz nicht mehr auf der Höhe der Zeit sein. Der NaBU möchte auf die Umweltfeindlichkeit hinweisen, bekam aber sofort ein Kontra vom Präsidenten von Aida Cruises. Michael Thamm spricht von der Einhaltung der gesetzlichen Bestimmungen zum Thema Umweltschutz.
“Was Umweltschutz angeht, engagieren wir uns seit Jahren weit über die gesetzlichen Standards hinaus.”
Das Michael Thamm der Thematik den nötigen Ernst entgegenbringt wurde deutlich, als er am Mittwoch beim Naturschutzbund aufgetreten ist, um den “Umwelt-Dino” in Empfang zu nehmen. Eine Auszeichnung, auf die er sicherlich hätte verzichten können. Die Medienwelt hat dieses Thema dankbar aufgenommen. Allerdings wird diese Verleihung nur als Demonstration gesehen. Viele Schifffahrtunternehmen können die kostenintensiven Auflagen zum Umweltschutz nicht einhalten. Den beiden führenden Konzernen, welche sich der Naturschutzbund herausgesucht hat, fällt dies jedoch nicht schwer.
Genau genommen setzen sich diese Reedereien besonders für den Umweltschutz ein. Thamm hat das öffentliche Forum dafür genutzt, um genau auf dieses Thema hinzuweisen. Er stellte klar, dass auch für sein Unternehmen jede nicht verbrauchte Tonne Treibstoff ein Grund zur Freude sei. Thamm führt weiterhin aus:
“Unsere Energiebilanz ist schon heute die beste von allen Kreuzfahrtanbietern. Pro Person und 100 Kilometer verbrauchen unsere Schiffe im Durchschnitt 3,1 Liter Treibstoff – das ist schon 70 Prozent weniger als vor 20 Jahren.”
Thamm geht auch einen Schritt weiter. Die Entwicklungen in diesem Bereich dürfen noch nicht zu Ende sein und das Anliegen des NaBu sei grundsätzlich berechtigt. Auch der Einsatz von Schweröl wurde angesprochen. Thamm hat seinen Zuhörern daraufhin einen Blick in die Zukunft gegeben. Die neuesten beiden Schiffe der AIDA Flotte sollen schon ohne Schweröl in Betrieb genommen werden. Durch die Ankündigung von Innovationen und die Vorstellung der Umweltschutzmaßnahmen seines Unternehmens hat Thamm die Beschwerden des NaBu weggewischt und gleichzeitig Druck auf die Konkurrenz ausgeübt.
Werterhalt des eigenen Autos
Der eigene PKW wird über einen längeren Zeitraum gefahren. Dabei wird er für eine entsprechende Summe angeschafft und im Anschluss mit Verlust verkauft. Dies lässt sich in der Regel nicht vermeiden. Das Auto verliert durch seine rückständige Technik, die gefahrenen Kilometer und Verschleiß an Wert. Viele private und gewerbliche Verkäufer sehen dies aber nicht ein und versuchen es stattdessen mit einer Manipulation. Der Tacho des eigenen Autos lässt sich leider sehr leicht manipulieren. Der Verkauf entsprechender Geräte kann nicht verboten werden, die Anwendung schon. Dies regelt der Paragraph 22b des Straßenverkehrsgesetzes. Es ist eine Freiheitsstrafe bis zu einem Jahr oder eine Geldstrafe für derlei Verfälschungen vorgesehen.
Wer sein Auto lange fahren oder auch noch für bares Geld verkaufen möchte, der muss sich um den Werterhalt kümmern. Im Prinzip ist das Auto umso mehr wert, desto weniger es gefahren wird. Die Teile bleiben im besseren Zustand und auch der Zählerstand steigt nicht so schnell. Dies ist natürlich widersprüchlich. Schließlich besorgt man sich ein Auto, um damit zu fahren. Die Lösung dieses Problems ist ebenso einfach wie genial. Durch eine Fahrgemeinschaft wird das eigene Auto geschont. Gerade in großen Unternehmen kommen die Arbeitnehmer aus den gleichen oder naheliegenden Ortschaften. Es würde nicht einmal grundsätzlich einen Umweg bedeuten jemanden mitzunehmen. Schon bei einer Fahrgemeinschaft von zwei Personen ist das eigene Auto einer um 50% verringerten Belastung ausgesetzt.
Weitere Vorteile durch Fahrgemeinschaften:
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Geld sparen durch geringeren Kraftstoffverbrauch
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Geringere Kosten für Reparaturen und Verschleiß
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Der Wert des eigenen Autos wird erhalten
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Die Straßen werden entlastet und ein jeder kommt schneller voran
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Die Umwelt wird geschont
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Unterhaltungen auf dem Weg zur Arbeit vertreiben die Langeweile
Der Präsident des ADAC spricht von einer jährlichen Gesamtsumme von 6 Milliarden Euro, die durch Betrug an Tachos in Deutschland entstehen. Dabei kann der Wert des Autos, wie beschrieben, auf einfacheren und legalerem Wege erhalten bleiben.
Auf das Auto verzichten – ganz einfach?
Ich habe heute auf www.minimalismus-leben.de einen interessanten Artikel gefunden, der sich mit dem Thema Auto kontra öffentlicher Verkehr auseinader setzt. In seinem Artikel Minimalismus VS Mobilität beschreibt der Autor, dass es viele logische Gründe gibt auf das eigene Auto zu verzichten. So schreibt er
“Das Auto ist besonders bei meiner Fahrleistung purer Luxus, ja so sehe ich das, bei vielen wird das Kopfschütteln hervorrufen, aber nicht bei mir.”
Und doch fällt es so schwer darauf zu verzichten. Ich kenne das und ich weiß, dass es auch viele Gründe gibt, die für ein eigenes Auto sprechen. Ich selbst habe Jahre lang einen autofreien Lebensstil vorgezogen. Dank Carsharing und einem gut ausgebauten Nahverkehr ist das oft einfach und komfortabel. Sobald man jedoch die “grüne Zone” verlässt und sich mehr in die weniger stark erschlossen Gebiete Deutschlands orientiert, verändert sich das Bild. Leider ist es nicht möglich einen flächendeckenden ÖPNV anzubieten, der dann auch noch in unsere Flexibilitätsanforderung bzw. Zeitvorstellungen passt. Hier sind wir durch unsere Lebensgestaltung und die immer mehr geforderte Mobilitätsbereitschaft am Arbeitplatz gezwungen die (zeitliche) Freiheit des eigene Autos in Anspruch zu nehmen. Jedoch nicht immer. In vielen Fällen könnten wir das Auto stehen lassen. Oft sind es einfach unsere Gewohnheiten, die uns selbst fahren lassen. Ist z.B. jeder Einkauf wirklich mit dem Auto zu machen?
Haben Sie sich – wie der Autor des o.g. Artikels – schon einmal gefragt, was alles bei Ihnen persönlich für und was gegen das eigene Auto spricht? Und wenn ja, zu welchem Schluss sind Sie gekommen?
Viele Grüße
Stefan Strobl
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